Landtagswahl Mecklenburg-Vorpommern 2026 (Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern) — Ergebnisse live

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Mecklenburg-Vorpommern wählt am 20. September 2026

Am Sonntag, dem 20. September 2026, wählt Mecklenburg-Vorpommern seinen neunten Landtag. Das Land ist das am dünnsten besiedelte Deutschlands: rund 1,6 Millionen Menschen entlang der Ostseeküste zwischen Schleswig-Holstein und der polnischen Grenze, und eines der fünf ostdeutschen Länder, die mit der Wiedervereinigung zur Bundesrepublik kamen. Berlin wählt am selben Tag, sodass zwei Auszählungen parallel laufen — vierzehn Tage nach der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt.

Der Wahltermin

Die Wahlperiode dauert fünf Jahre. Nach Artikel 27 der Landesverfassung muss die Wahl zwischen 58 und 61 Monaten nach der ersten Sitzung des Landtags stattfinden. Der achte Landtag konstituierte sich am 26. Oktober 2021, und die Landesregierung legte den 20. September 2026 innerhalb des zulässigen Zeitraums vom 30. August bis zum 22. November fest.

Das Wahlsystem im Nordosten

Mecklenburg-Vorpommern wählt nach dem Verfahren der personalisierten Verhältniswahl. Der Landtag umfasst mindestens 71 Sitze, 36 davon sind für eine Mehrheit nötig. 36 Abgeordnete werden direkt in Wahlkreisen nach relativer Mehrheit gewählt, die übrigen Sitze über geschlossene Landeslisten so verteilt, dass die Zusammensetzung den Parteistimmen entspricht. Die Sitze werden nach dem Verfahren Hare/Niemeyer unter den Parteien verteilt, die mindestens fünf Prozent erreichen. Überhang- und Ausgleichsmandate können den Landtag vergrößern: 2021 kam er aus genau diesem Grund auf 79 statt 71 Sitze.

Beim Wahlrecht ist das Land eine Ausnahme in Deutschland. Deutsche Staatsangehörige dürfen bereits ab 16 Jahren wählen, sofern sie seit mindestens 37 Tagen in Mecklenburg-Vorpommern wohnen. Kandidieren darf, wer 18 Jahre alt ist und seit drei Monaten im Land lebt.

Die Ausgangslage: die Wahl 2021

Die Wahl von 2021, die am selben Tag wie die Bundestagswahl stattfand, war ein persönlicher Erfolg für Manuela Schwesig. Ihre SPD erreichte 39,6 Prozent und 34 Sitze, ein Plus von neun Punkten und das beste Ergebnis der Partei im Land seit 2002. Die AfD blieb mit 16,7 Prozent und 14 Sitzen zweitstärkste Kraft, verlor aber. Die CDU fuhr mit 13,3 Prozent und 12 Sitzen ihr schlechtestes Ergebnis im Land überhaupt ein. Die Linke fiel auf 9,9 Prozent und 9 Sitze, während Grüne (6,3 Prozent, 5 Sitze) und FDP (5,8 Prozent, 5 Sitze) in ein Parlament zurückkehrten, aus dem sie zuvor ausgeschieden waren. Die Wahlbeteiligung lag bei 70,8 Prozent.

Schwesig beendete daraufhin die Zusammenarbeit mit der CDU und bildete eine rot-rote Koalition mit der Linken. Am 15. November 2021 wurde sie mit 41 von 79 Stimmen erneut zur Ministerpräsidentin gewählt. 2026 strebt sie eine dritte volle Amtszeit an und führt wieder die Landesliste der SPD an.

Spitzenkandidaten und der Streit um die Fernsehdebatte

Für die SPD tritt Manuela Schwesig an, für die CDU Daniel Peters, für die Linke Simone Oldenburg und für die Grünen Claudia Müller. Bei der AfD ist die Aufstellung geteilt: Leif-Erik Holm ist Kandidat für das Amt des Ministerpräsidenten, Enrico Schult führt die Landesliste an; beide sind Landesvorsitzende. Das Bündnis Sahra Wagenknecht tritt im Land erstmals an.

Die Umfragen des Spätsommers 2026 sahen SPD und AfD dicht beieinander und deutlich vor allen anderen — was dem schärfsten Streit des Wahlkampfs seine Brisanz gab. Im August lud RTL die Spitzenkandidaten von CDU und Linken von einer geplanten Vierer-Runde wieder aus, sodass ein Duell zwischen Schwesig und Holm übrig blieb. Peters warf der SPD vor, ein Zweikampfformat betrieben zu haben; der Sender erklärte die Entscheidung für redaktionell und mit den Umfragewerten begründet, und eine vom Spiegel am 15. August berichtete durchgestochene Nachricht hielt die Auseinandersetzung am Leben. Eine weitere Beschwerde über eine NDR-Debatte am 16. September wies der Sender als erfunden zurück.

Was auf dieser Seite am Wahlabend erscheint

Hier erscheinen die amtlichen Zweitstimmenergebnisse, sobald der Landeswahlleiter sie veröffentlicht: Stimmenanteile auf zwei Nachkommastellen, die Sitzverteilung im neuen Landtag und die Wahlbeteiligung, jeweils mit dem Auszählungsstand, auf dem sie beruhen. Führt die AfD oder die SPD früh am Abend, wird das als Zwischenstand einer Teilauszählung ausgewiesen und nicht mehr. Es wird niemand zum Sieger erklärt, solange die noch ausstehenden Stimmen die Reihenfolge ändern könnten. Prognosen und Hochrechnungen werden hier nicht veröffentlicht.

Die Zahlen stammen vom Landeswahlleiter Mecklenburg-Vorpommern beim Landesamt für innere Verwaltung (LAiV), der die Wahl durchführt, das Ergebnis feststellt und es unter laiv-mv.de veröffentlicht. Das vorläufige Ergebnis liegt in der Regel am Wahlabend vor, das endgültige einige Wochen später; diese Seite wird dann aktualisiert.

Häufige Fragen

Wann findet die Landtagswahl 2026 in Mecklenburg-Vorpommern statt?

Am Sonntag, dem 20. September 2026. Gewählt wird der neunte Landtag für fünf Jahre. Am selben Tag wählt Berlin sein Abgeordnetenhaus.

Wie funktioniert das Wahlsystem?

Personalisierte Verhältniswahl. 36 Abgeordnete werden direkt in den Wahlkreisen nach relativer Mehrheit gewählt, die übrigen über geschlossene Landeslisten, sodass der Landtag mindestens 71 Sitze umfasst; 36 sind für eine Mehrheit nötig. Verteilt wird nach Hare/Niemeyer unter allen Parteien ab fünf Prozent. Überhang- und Ausgleichsmandate können den Landtag vergrößern — 2021 auf 79 Sitze.

Wer darf wählen?

Deutsche Staatsangehörige ab 16 Jahren, die seit mindestens 37 Tagen in Mecklenburg-Vorpommern wohnen. Das ist in Deutschland ungewöhnlich. Kandidieren darf, wer 18 Jahre alt ist und seit drei Monaten im Land lebt.

Wie ist die Wahl 2021 ausgegangen?

Die SPD erreichte 39,6 Prozent und 34 Sitze, vor der AfD mit 16,7 Prozent und 14 Sitzen und der CDU, die mit 13,3 Prozent ihr schlechtestes Ergebnis im Land einfuhr. Die Linke kam auf 9,9 Prozent, die Grünen auf 6,3 Prozent und die FDP auf 5,8 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag bei 70,8 Prozent.

Wer regiert das Land derzeit?

Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) in einer rot-roten Koalition mit der Linken. Sie wurde am 15. November 2021 mit 41 von 79 Stimmen gewählt und strebt eine dritte volle Amtszeit an.

Wer sind die Spitzenkandidaten?

Manuela Schwesig (SPD), Daniel Peters (CDU), Simone Oldenburg (Linke) und Claudia Müller (Grüne). Bei der AfD ist Leif-Erik Holm Kandidat für das Amt des Ministerpräsidenten, während Enrico Schult die Landesliste anführt. Das Bündnis Sahra Wagenknecht tritt im Land erstmals an.

Worum ging der Streit um die Fernsehdebatte?

RTL lud im August die Spitzenkandidaten von CDU und Linken von einer geplanten Vierer-Runde wieder aus, sodass ein Duell zwischen Schwesig und Holm übrig blieb. Daniel Peters warf der SPD vor, ein Zweikampfformat betrieben zu haben; der Sender begründete die Entscheidung redaktionell mit den Umfragewerten. Eine weitere Beschwerde über eine NDR-Debatte am 16. September wies der Sender als erfunden zurück.

Wann liegen die Ergebnisse vor?

Das vorläufige amtliche Ergebnis liegt in der Regel am Wahlabend vor. Auf dieser Seite erscheinen die Zahlen des Landeswahlleiters, sobald sie veröffentlicht werden, jeweils mit dem Auszählungsstand. Das endgültige Ergebnis folgt einige Wochen später.

Compiled and reviewed from official results by ElectioMap. See our data methodology.

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